Search & Discovery·Guide
Für Suchmaschinen ausblenden, noindex und privat
Sie aktivieren für eine Galerie „Für Suchmaschinen ausblenden“. Eine Minute später senden Sie den Link per iMessage an einen Kunden. Trotzdem erscheint die vollständige Fotovorschau mit Titelbild, Titel und allem, was dazugehört. Es wirkt, als hätte die Einstellung nicht funktioniert. Tatsächlich tut sie genau das, was ihr Name sagt – nur weniger, als viele annehmen.
Drei Einstellungen
Auffindbarkeit, Zugriff und Chatvorschau
Für Suchmaschinen ausblenden
Fügt noindex (und nofollow) hinzu und entfernt Seiten sowie Beiträge aus sitemap.xml. Jeder mit dem direkten Link kann sie weiterhin öffnen. Chat-Apps zeigen weiterhin eine Vorschau.
Privates Portfolio / privater Speicher
Bestimmt, ob der Inhalt überhaupt erreichbar ist. Zugriff erhalten nur Personen, denen Sie ihn ausdrücklich gewährt haben. Dies ist die Zugriffseinstellung, kein Schalter für Suchmaschinen.
Open Graph / oEmbed
Kein Signal für die Suchindexierung. Slack, iMessage sowie selbst gehostete WordPress- oder Discourse-Installationen lesen Tags auf einer weiterhin öffentlichen URL. noindex hat für diese Dienste keine Bedeutung.
Was „Für Suchmaschinen ausblenden“ tatsächlich bewirkt
Die Einstellung führt zwei technische Schritte aus, die beide gezielt auf Suchmaschinen ausgerichtet sind: Sie setzt auf der Seite eine robots-Anweisung (noindex, nofollow) und entfernt die URL aus sitemap.xml, damit Sie Google keine Karte zu einer Seite übergeben, die nicht indexiert werden soll.
Das ist die gesamte Funktion. Sie meldet eine weiterhin öffentliche URL von Suchmaschinen ab. Sie ist weder ein Schalter für Privatsphäre noch eine Sperre für die gesamte Website.
Was davon unberührt bleibt
Open-Graph- und Twitter-Card-Tags werden unter dieser URL weiterhin ausgegeben, da sie kein Signal für die Suchindexierung sind. Clients für Linkvorschauen wie Slack, iMessage, LinkedIn und Discord lesen diese Tags, um eine Vorschaukarte zu erstellen. Eine Chat-App prüft nicht das robots-Meta-Tag, bevor sie eine Karte darstellt; sie ruft einfach die URL ab und liest die OG-Tags. noindex sagt Google: „Diese Seite nicht auflisten.“ Für Slack hat es keine Bedeutung.
Dasselbe Prinzip gilt für selbst gehostete WordPress- oder Discourse-Installationen: Sie können weiterhin ein aktuelles oEmbed für eine ausgeblendete, öffentliche Foto- oder Galerie-URL abrufen, denn auch oEmbed ist kein Mechanismus zur Suchindexierung. Die Seite bleibt öffentlich. Das Ausblenden für Suchmaschinen hat sie nie privat gemacht, sondern lediglich verhindert, dass sie in Google-Suchergebnissen erscheint.
JSON-LD ist auf der Suchseite die Ausnahme: Ausgeblendete Seiten, Beiträge und Galerien enthalten keine Blöcke mit strukturierten Daten. Die Chatvorschau wird weiterhin dargestellt. Das entspricht der Aufgabenteilung: Schema ist für Crawler bestimmt, OG für Linkvorschauen.
Der entscheidende Unterschied: Auffindbarkeit und Zugriff
„Ausgeblendet“ ist eine Einstellung für die Auffindbarkeit. „Privat“ ist eine Zugriffseinstellung. Diese Begriffe zu verwechseln ist das eigentliche Risiko – nicht die OG-Karte. Wenn eine Galerie wirklich nur mit Berechtigung sichtbar sein soll, reicht das Ausblenden für Suchmaschinen nicht aus; verschieben Sie sie in den privaten Portfolio-Speicher. „Für Suchmaschinen ausblenden“ eignet sich für Inhalte, die jeder mit dem Link sehen darf, die aber keinen Platz in den Suchergebnissen beanspruchen sollen: eine noch bearbeitete Auswahlgalerie, ein Seitenentwurf oder ein Portfolio-Projekt, das nicht mehr öffentlich gesucht, aber weiterhin per E-Mail verlinkt werden soll.
Eine ausführlichere Erklärung zur Struktur öffentlicher und privater Portfolios – also zum Speicher- und Zugriffsmodell, nicht zur Sichtbarkeit in Suchmaschinen – finden Sie unter Öffentliche und private Arbeiten. Diese Seite erläutert ergänzend, was Einstellungen zur Suchsichtbarkeit mit einer bereits öffentlichen URL tun und was nicht.
| Einstellung | Was sie steuert | Wer weiterhin zugreifen kann |
|---|---|---|
| Für Suchmaschinen ausblenden | Ob Suchmaschinen den Inhalt auflisten | Jeder mit dem direkten Link sowie jede Chat-App oder jeder Einbettungs-Client, der die URL liest |
| Privates Portfolio / privater Speicher | Ob der Inhalt überhaupt erreichbar ist | Nur Personen, denen Sie ausdrücklich Zugriff gewährt haben |
Die praktische Regel
Soll der Inhalt verlinkbar, aber nicht über Google auffindbar sein? Blenden Sie ihn für Suchmaschinen aus. Soll er ohne Berechtigung tatsächlich nicht erreichbar sein? Verwenden Sie ein privates Portfolio statt eines Schalters zum Ausblenden. Sie möchten einen Link versenden, aber unabhängig vom Ausblendungsstatus keine Vorschaukarte anzeigen? Das ist eine clientseitige Chat-Einstellung beim Empfänger und lässt sich nicht über Ihr noindex-Tag steuern.
Vor Google verbergen ist nicht dasselbe wie privat.
noindex entfernt eine öffentliche URL aus den Suchergebnissen. Nur privater Speicher nimmt sie aus dem offenen Web.
Also in Guides: Öffentliche und private Arbeiten · Wofür Search Console da ist · Die strukturierten Daten, die diese Plattform ausgibt
